Der Runde Plakatetisch geht in die dritte Runde

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Am Mittwoch fand das dritte Treffen der IG Subkultur im ArTik statt. Bei den ersten beiden Treffen gab es bereits einen ersten Austausch über die Situation und es wurden Ideen für das weitere Vorgehen gesammelt. Jetzt ist es konkret und die IG Subkultur geht mit ihrem Konzept und Forderungen auf die Fraktionen zu.

Der Kontakt zu den Fraktionen wurde bereits aufgenommen und eines steht fest: Es besteht Interesse seitens aller Fraktionen für dieses Thema.

Die IG Subkultur setzt auf einen „neuen“ Weg in Zusammenarbeit mit dem Gemeinderat. Die Stadtverwaltung sieht das bisherige Vorgehen allerdings als erfolgreich, da offensichtlich keine Plakate mehr aufgehängt werden. Außerdem handele es sich bei den 155 Verfahren fast ausschließlich um eine gewerbliche Nutzung – die Betroffenen seien also gewinnorientiert. Was soll man daraus schlussfolgern? Kultur ist nur Kultur, wenn Verluste gemacht werden? Die Verfahren werden übrigens hauptsächlich mit Verkehrssicherheit begründet…

Das Vorgehen des Ordnungsamtes wird von der IG Subkultur kritisiert. Die Bußgelder seien in keinem verhältnismäßigen Rahmen. Verständlich, wenn man für ein Plakat mehr zahlt, als für das überfahren einer roten Ampel. Fraglich ist auch, inwiefern es gerechtfertigt ist, deselben Vorfall „das Wildplakatieren“ nicht einmalig sondern mehrfach zu ahnden.

Die IG Subkultur hat bereits konkrete Vorstellungen für die Zukunft. Es werden überall in der Stadt nach Flächen gesucht, die zukünftig zur freien Plakatierung zur Verfügung stehen sollen. Dabei soll es sich vorallem um Stromkästen und Bauzäune – also jene Flächen, die man sowieso nicht sehen möchte – handeln. Die IG Subkultur sieht sich zudem in der Verantwortung, die Flächen selbst zu verwalten, sodass kein Müll und möglichst wenig Kosten entstehen. Ein Regelwerk für die Nutzung der Flächen wurde schon erstellt und in der Runde besprochen. So sollen zum Beispiel keine Plakate länger als zwei Wochen hängen und neben den Plakatflächen Mülleimer angebracht werden, um alte Plakate direkt entsorgen zu können. Desweiteren bietet die IG Subkultur an, durch regelmäßige Treffen das neue Konzept zu begleiten, um ggf. auch nachzujustieren.

Es bleibt jedenfalls spannend, vorallem was die Zusammenarbeit von Stadt und Kulturschaffenden betrifft.

To be continued…

Stadtgespräch. Selbstverwaltung. Subkultur.

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